Abschiebung nach Afghanistan: (K)ein schlechter Scherz?

Die Flüchtlingshilfe Hamm e. V. ruft gemeinsam mit der Initiative afghanischer Flüchtlinge in Hamm auf zur Kundgebung am Donnerstag, vor dem Hauptbahnhof in Hamm. Aus aktuellem Anlass geht es um die von der Regierung geplanten und bereits durch geführten Abschiebungen Geflüchteter nach Afghanistan und eine deutliche und vehemente Positionierung entgegen dieses Vorhabens.

Suheil Kadery, Sprecher der Initiative afghanischer Flüchtlinge in Hamm: „Obwohl ein aktueller UN Bericht erneut belegt, dass die Lage in Afghanistan, alles andere als sicher ist, sollen Geflüchtete dorthin abgeschoben werden. Dass dieses Vorhaben unmenschlich und in keiner Weise tragbar ist, zeigt sich auch daran, dass bereits einige Bundesländer beschlossen haben dies, zumindest vorerst, nicht umzusetzen. Wir fordern daher die Landesregierung Nordrhein-Westfalens dazu auf, sich diesen positiven Ausnahmen anzuschließen und ebenfalls nicht nach Afghanistan abzuschieben.“

Martin Kesztyüs, Vorsitzender des Vereins Flüchtlingshilfe Hamm e.V., ergänzt: „Zusätzlich fordern wir einen ehrlichen und ungeschönten Blick auf die Zustände jeglicher Herkunftsländer, wenn es um die Frage der Sicherheit vor Ort geht. Die Klassifizierung als sicheres Herkunftsland darf  niemals leichtfertig erteilt werden, da hier Menschenleben auf dem Spiel stehen.“