Archiv der Kategorie: Allgemein

Meet & Talk

Seit dem 25. September 2015 bieten Freiwillige der Flüchtlingshilfe Hamm und Mitarbeiter der Stadtbücherei jeden Dienstag und Freitag ein zwangloses Treffen für Flüchtlinge und interessierte Hammer Bürger an.

Diese Treffen werden gerne von Flüchtlingen besucht, die mehr über den Alltag, die Kultur und das Hammer Stadtleben erfahren oder einfach ihre gerade erworbenen Deutschkenntnisse anwenden sowie verbessern möchtenFlüchtlinge oder Flüchtlingshelfer können jederzeit ohne Anmeldung an diesen Treffen teilnehmen.

Gesucht werden vor allem Menschen, die schon länger in Hamm oder Umgebung wohnen und Geflüchtete kennenlernen oder einfach zur Willkommenskultur in Hamm beitragen möchten. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts, macht aber großen Spaß!

„Meet & Talk“ findet jeden Dienstag und jeden Freitag im Gruppenraum 2 (3. Stockwerk auf der linken Seite) der Zentralbibliothek von 15:00 bis 18:00 Uhr statt.

https://www.hamm.de/bildung-und-weiterbildung/stadtbuecherei/detailseiten-stadtbuecherei/newsdetail/artikel/meet-and-talk.html

Kunstprojekt mit geflüchteten Mädchen

Die Flüchtlingshilfe Hamm e. V. bot in ihrem Repertoire einige Zeit regelmäßig montags einen Kunstkurs für Geflüchtete an. Der Kurs fand statt im Atelier der renommierten Künstlerin Tanja Prill, die neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit auch eine kleine, private Malschule für alle Altersklassen in Hamm führt. Gemeinsam mit den Geflüchteten wurden unterschiedliche Themen und Techniken angegangen, wie zum Beispiel Acrylmalerei, Zeichnen oder Skulpturieren. Hauptsächlich junge Frauen nahmen dieses Angebot wahr. Neben dem künstlerischen Aspekt, bot sich hier auch Raum um die neu erworbenen Deutschkenntnisse zu erproben. Das Projekt ist zunächst einmal ausgelaufen, kann aber bei Bedarf und Finanzierung jederzeit wieder aufgenommen werden.

Tanja Prill: „Ich male immer schon um der Melancholie des Lebens und der Tragik des Seins
wegen. Kunst eröffnet uns die Möglichkeit Dinge zum Ausdruck zu bringen, die sich nicht in
Worte fassen lassen und sie spricht dabei eine universelle Sprache. Für mich war es eine
logische Konsequenz Flüchtlingen zu ermöglichen sich zu entfalten und dabei auch Erlebtes
aufzuarbeiten.“
„Wir sind dankbar, dass wir Tanja Prill für dieses
Projekt gewinnen konnten. Die Möglichkeit sich künstlerisch zu entfalten ist eine wertvolle
Bereicherung für den leider oft grauen Alltag der Geflüchteten.“

Fotos von Daniel Fischer:

„Vorhang auf!“

Die Idee dazu kam von zwei versierten Mitgliedern der Flüchtlingshilfe Hamm, die teilweise in diesem Bereich auch beruflich tätig sind. Nach einer kurzen Anlaufzeit wurde diese tolle Idee gleich in die Tat umgesetzt.

Mal ganz leise und mal ganz laut, manchmal fröhlich und manchmal traurig… So geht es momentan ein mal in der Woche in den Räumlichkeiten der Flüchtlingshilfe Hamm zu, wenn die Jugendlichen Flüchtlinge in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen und sich als 89-Jährige, als verrückter Künstler oder Boxer ausprobieren. Sie entwickeln eigene Charaktere und Szenen, improvisieren und haben jede Menge Spaß.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt so gut angenommen wird, dass alle Beteiligten mit viel Spaß und Interesse bei der Sache sind und schauen mit viel Neugier wie es sich entwickelt. Eventuell wird sogar ein komplettes Theaterstück eingeübt, welches dann sicherlich auch seine Bühne und Zuschauer finden wird.
Anbei noch ein paar Fotos, welche mit Zustimmung der Beteiligten veröffentlicht werden.

Vielen Dank allen Beteiligten!

 

Abschiebung nach Afghanistan: (K)ein schlechter Scherz?

Die Flüchtlingshilfe Hamm e. V. ruft gemeinsam mit der Initiative afghanischer Flüchtlinge in Hamm auf zur Kundgebung am Donnerstag, vor dem Hauptbahnhof in Hamm. Aus aktuellem Anlass geht es um die von der Regierung geplanten und bereits durch geführten Abschiebungen Geflüchteter nach Afghanistan und eine deutliche und vehemente Positionierung entgegen dieses Vorhabens.

Suheil Kadery, Sprecher der Initiative afghanischer Flüchtlinge in Hamm: „Obwohl ein aktueller UN Bericht erneut belegt, dass die Lage in Afghanistan, alles andere als sicher ist, sollen Geflüchtete dorthin abgeschoben werden. Dass dieses Vorhaben unmenschlich und in keiner Weise tragbar ist, zeigt sich auch daran, dass bereits einige Bundesländer beschlossen haben dies, zumindest vorerst, nicht umzusetzen. Wir fordern daher die Landesregierung Nordrhein-Westfalens dazu auf, sich diesen positiven Ausnahmen anzuschließen und ebenfalls nicht nach Afghanistan abzuschieben.“

Martin Kesztyüs, Vorsitzender des Vereins Flüchtlingshilfe Hamm e.V., ergänzt: „Zusätzlich fordern wir einen ehrlichen und ungeschönten Blick auf die Zustände jeglicher Herkunftsländer, wenn es um die Frage der Sicherheit vor Ort geht. Die Klassifizierung als sicheres Herkunftsland darf  niemals leichtfertig erteilt werden, da hier Menschenleben auf dem Spiel stehen.“