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Abgründe der (Un)menschlichkeit – Kundgebung gegen das Sterben im Mittelmeer

Am Freitag, 15. September, fand um 18:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz eine Kundgebung gegen das Sterben im Mittelmeer und die Außenpolitik der EU diesbezüglich statt. Die gemeinsamen Organisatoren der Veranstaltung waren die Flüchtlingshilfe Hamm e. V. und Jugendliche ohne Grenzen NRW.

Athanassios Spyrou, 2. Vorsitzender der Flüchtlingshilfe Hamm e.V.: „Was sich gerade im Mittelmeer abspielt ist eine humanitäre Katastrophe die ihres gleichen sucht. Es reicht nicht, dass die EU selbst keine Seenotrettung für Flüchtlinge betreibt, sondern es geht hier noch einen Schritt weiter, indem die EU Libyen finanziell darin unterstützt die Nichtregierungsorganisationen, die diese Aufgabe übernommen haben, daran zu hindern Menschenleben zu retten. Das können und wollen wir so nicht hinnehmen, deshalb fordern wir eine einheitliche Asylpolitik für Europa und vor allem ein Ende des Sterbens im Mittelmeer.“

Yehya Karaim, Sprecher von Jugendliche ohne Grenzen HAMM: „Wegzusehen, während unzählige, verzweifelte Menschen ertrinken und sich nicht an der Rettung dieser Menschen zu beteiligen ist schon schlimm genug. Nun auch noch ein Land dafür zu bezahlen andere daran zu hindern Flüchtlingen zu helfen, gibt dem Ganzen eine erschreckende, neue Dimension der Unmenschlichkeit, die wir nicht akzeptieren können.“

 

 

 

Abschiebung nach Afghanistan: (K)ein schlechter Scherz?

Die Flüchtlingshilfe Hamm e. V. ruft gemeinsam mit der Initiative afghanischer Flüchtlinge in Hamm auf zur Kundgebung am Donnerstag, vor dem Hauptbahnhof in Hamm. Aus aktuellem Anlass geht es um die von der Regierung geplanten und bereits durch geführten Abschiebungen Geflüchteter nach Afghanistan und eine deutliche und vehemente Positionierung entgegen dieses Vorhabens.

Suheil Kadery, Sprecher der Initiative afghanischer Flüchtlinge in Hamm: „Obwohl ein aktueller UN Bericht erneut belegt, dass die Lage in Afghanistan, alles andere als sicher ist, sollen Geflüchtete dorthin abgeschoben werden. Dass dieses Vorhaben unmenschlich und in keiner Weise tragbar ist, zeigt sich auch daran, dass bereits einige Bundesländer beschlossen haben dies, zumindest vorerst, nicht umzusetzen. Wir fordern daher die Landesregierung Nordrhein-Westfalens dazu auf, sich diesen positiven Ausnahmen anzuschließen und ebenfalls nicht nach Afghanistan abzuschieben.“

Martin Kesztyüs, Vorsitzender des Vereins Flüchtlingshilfe Hamm e.V., ergänzt: „Zusätzlich fordern wir einen ehrlichen und ungeschönten Blick auf die Zustände jeglicher Herkunftsländer, wenn es um die Frage der Sicherheit vor Ort geht. Die Klassifizierung als sicheres Herkunftsland darf  niemals leichtfertig erteilt werden, da hier Menschenleben auf dem Spiel stehen.“