Infovorträge für geflüchtete Studieninteressierte in der Flüchtlingshilfe in Hamm am 25.04.22

Zu Beginn der kommenden Woche informiert das
International Office studieninteressierte Geflüchtete, internationale
Bewerberinnen und Bewerber sowie alle interessierten Multiplikatoren zu
den allgemeinen Zugangsvoraussetzungen für ein Studium in Deutschland.
Darüber hinaus werden unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten und
Stipendien aufgezeigt und einzelne Studiengänge sowie
Unterstützungsangebote kurz vorgestellt.

Der Vortrag findet je nach Bedarf auf Deutsch oder Englisch statt und es gibt anschließend
ausreichend Zeit für einen Austausch.

Martin Kesztyüs, Projektleiter der Flüchtlingshilfe Hamm: „Bereits
in den Jahren 2015 und fortfolgende haben wir als Flüchtlingshilfe
intensiv mit der HSHL zusammengearbeitet. Über die Corona-Zeit hinweg
haben wir den Kontakt gehalten und nun sind wir glücklich gemeinsam mit
der HSHL dieses spezielle und auch für ukrainische Geflüchtete
interessante Angebot anbieten zu können. Ich freue mich auf einen
interessanten Nachmittag am Montag.“

Termine im Überblick

Montag, 25. April | 16-18 Uhr – Flüchtlingshilfe Hamm (Hohe Str. 33,
59065 Hamm)
Dienstag, 26. April | 16-18 Uhr – Campus Lippstadt (Raum:
L2.1-E01-080)

Bei Fragen zu der Veranstaltung oder rund um das Thema „Studieren“
steht Ihnen Dana Jarczyk (dana.jarczyk@hshl.de) gerne auch telefonisch
zur Verfügung (02381 8789-140). Weitere Informationen:
www.hshl.de/veranstaltungskalendar

Sprachkurs für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der
Flüchtlingshilfe Hamm angelaufen

Seit nunmehr zwei Wochen findet in den Räumlichkeiten der
Flüchtlingshilfe Hamm e. V. Hohestr. 33 ein erster Sprachkurs für
Flüchtlinge aus der Ukraine statt. Die 20 Teilnehmerinnen werden auf ukrainisch von qualifizierten Leiterinnen niederschwellig an die
deutsche Sprache herangeführt. Während des 1,5 stündigen Unterrichts
werden in den angrenzenden Räumlichkeiten mit Zugang zum Garten
die Kinder der Teilnehmenden betreut.

Martin Kesztyüs, verantwortlicher
Projektleiter der Flüchtlingshilfe: „Die Teilnehmenden sind mit
Begeisterung dabei und lernen gerade Grundlagen der deutschen Sprache.
Wir verzeichnen eine stetig wachsende Nachfrage, die uns in dem
Vorhaben bestätigt, weitere Kurse anzubieten. Aufgrund der hohen
Resonanz wird daher ein zweiter Kurs vorbereitet.“

Pressemitteilung: Flüchtlingshilfe Hamm bietet seit 2015 wöchentliche Treffen an

Geflüchtete und Ehrenamtliche treffen sich immer freitags um 16 Uhr in
den Räumlichkeiten der Flüchtlingshilfe in der Hohe Str.33. Es wird
sich unterhalten, Kaffee getrunken und Spiele gespielt. Dabei kann sich
locker unterhalten werden. Die Sprache wird gelernt und Dinge, die auf
der Seele brennen, können erörtert werden. Seit kurzem sind auch mehrere
Ukrainisch/Russisch-Dolmetscher dabei für die Kommunikation mit
Ukraine-Geflüchteten.
Wenn es tiefer gehende Fragen zu Aufenthalt, Versicherung, Job, Wohnung
etc. gibt, ist unsere Regionalberatung montags 15-18 Uhr, mittwochs
17-18:30 Uhr und donnerstags 10-13 Uhr der richtige Anlaufpunkt.

Heike Hokamp-Krumme die Initiatorin von Meet & Talk: „Kommen Sie
vorbei, um ein wenig Deutsch zu sprechen oder auch einfach nur
zuzuhören. Ausflüge, Koch- und Spieleabende bieten eine willkommene
Abwechselung. Wir haben viele Geflüchtete seit 2015 auf ihrem Weg
begleitet und sind auch jetzt froh, Ukraine-Geflüchteten zur Seite
stehen zu können. Ganz abgesehen davon haben wir immer viel Freude
die unterschiedlichen Kulturen kennen zu lernen. Meet & Talk macht
einfach Spaß!“

Meet & Talk

Freitags in der Flüchtlingshilfe
Meet & Talk findet freitags in der Flüchtlingshilfe, Hohestr.33,
zwischen 16-18 Uhr statt. Seit dem 25. September 2015 bieten
Freiwillige der Flüchtlingshilfe Hamm und Mitarbeiter der Stadtbücherei
jeden Freitag ein zwangloses Treffen für Flüchtlinge und interessierte
Hammer Bürger an. Diese Treffen werden gerne von Flüchtlingen besucht,
die mehr über den Alltag, die Kultur und das Hammer Stadtleben erfahren
oder einfach ihre gerade erworbenen Deutschkenntnisse anwenden sowie
verbessern möchten. Flüchtlinge oder Flüchtlingshelfer können jederzeit
ohne Anmeldung an diesen Treffen teilnehmen. Gesucht werden vor allem
Menschen, die schon länger in Hamm oder Umgebung wohnen und Geflüchtete
kennenlernen oder einfach zur Willkommenskultur in Hamm beitragen
möchten. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts, macht aber großen Spaß!
https://fluechtlingshilfe-hamm.de/2017/04/13/meet-talk-2/

Was ist die Flüchtlingshilfe Hamm?
Die Flüchtlingshilfe Hamm ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein,
den wir gegründet haben, um Flüchtlinge, die dauerhaft oder kurzzeitig
in Hamm leben, umfassend zu unterstützen. Wir wollen vor allem
praktische Hilfe in allen Belangen des täglichen Lebens leisten. Die
Bereiche, in denen wir tätig werden können, sind vielfältig: Die Hilfe
bei der Erkundung der Umgebung, beim Kennenlernen der zuständigen
Anlaufstellen und Behörden, bei der Nutzung öffentlicher
Verkehrsmittel, bei Arzt- und Behördengängen, bei der Überwindung von
Sprachbarrieren und gegebenenfalls bei der Arbeits- und Wohnungssuche
sind nur einige Beispiele. Denkbar sind auch gemeinsame Veranstaltungen
mit Flüchtlingen und Anwohnern, Ausflüge, Informationsveranstaltungen
zu den Herkunftsländern, Angebote wie Hausaufgabenbetreuung und
Spielenachmittage. Dieser Vielfalt können wir dadurch gerecht werden,
dass wir Mitglieder aus allen Bereichen der Gesellschaft haben und die
Kooperation mit allen in Hamm im Bereich der Integration von
Flüchtlingen tätigen Personen und Institutionen anstreben. Wenn wir
alle Kräfte bündeln, können wir viel erreichen. Wir bieten eine
regelmäßige Beratungssprechstunde für Flüchtlinge und Asylbewerber an.
Diese findet jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr in der Hohe Str. 33
statt. Bitte beachten Sie auch unsere Spendenaufrufe!

Foto: Heike Hokamp-Krumme

„Danke an das Leben“ – Flüchtlingshilfe Hamm veranstaltet
Frühlingskonzert

Da die alljährlich von der Flüchtlingshilfe Hamm e. V. durchgeführte Adventsveranstaltung „Lieder und Geschichten am Kamin“ coronabedingt bereits zwei Mal ausfallen musste, gibt es in diesem Jahr eine Neuauflage im Frühling. Unter dem Titel „Danke an das Leben“ präsentiert das Kaminensemble ein musikalisch-literarisches Programm, das auf besinnliche und heitere Art Frühlingsgefühle weckt.

Mit diesem Konzert macht sich die Flüchtlingshilfe gleichzeitig ein Geburtstagsgeschenk, denn es findet am 26.03.2022 statt, dem siebten Geburtstag des gemeinnützigen Vereins. Getränke zum Anstoßen und kleine Snacks werden natürlich auch wieder angeboten.

Weiterhin hat der Hammer Künstler Jockel Reisner anlässlich des Ukraine-Krieges 20 Drucke mit dem Titel „Friedensmarsch 24.02.22“ erstellt, die bei dem Konzert ausgestellt und zugunsten der Flüchtlingshilfe verkauft werden.

Wegen der beginnenden Renovierungsarbeiten im Brokhof findet die Veranstaltung dieses Jahr in der Jugendkirche im Lutherviertel (Westhofenstr. 2, 59065 Hamm) statt. Einlass ist ab 16.30 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Karten können telefonisch reserviert werden unter 02381/4266043 oder per E-Mail unter info@fluechtlingshilfe-hamm.de. Die Veranstaltung wird gefördert von „Neustart miteinander“, einem Programm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.


Ukrainische Geflüchtete in Hamm unterstützen

Die Flüchtlingshilfe Hamm bereitet sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor. Sie profitiert dabei von Erfahrungen aus den Jahren 2015 und folgende. Geflüchtete Menschen, ob sie aus der Ukraine, Afghanistan, Syrien oder Afrika stammen sind oft mehrfach traumatisiert und kommen mit so gut wie keinem eigenen Hab und Gut in den Aufnahmestaaten an.
Sie sind aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen und haben oft schlimme Dinge erlebt. Das betrifft vor allem Kinder. Die Bedürfnisse dieser Menschen sind so schnell und so gut wie möglich im Aufnahmeland zu decken, damit das Leben unter vollkommen neuen Voraussetzungen fortgesetzt und oft neu angefangen werden kann. Die Flüchtlingshilfe bietet jeden Mittwoch ab 17 Uhr eine offene Beratung für Geflüchtete an.

Peter Arpad, 1.Vorsitzender der Flüchtlingshilfe Hamm: „Wir werden auch in Hamm geflüchtete Menschen zu erwarten haben. Dafür könnten wir gut Menschen mit ukrainischen oder russischen Sprachkenntnissen für Übersetzungen gebrauchen. Hammer Bürger mit diesen Qualifikationen, die bereit sind, diese ehrenamtlich einzubringen, bitten wir, mit uns Kontakt aufzunehmen. Sie erreichen die Flüchtlingshilfe Hamm unter info@fluechtlingshilfe-hamm.de oder unter der 023814266043. Wir freuen uns aber auch sonst über jede helfende Hand. Melden Sie sich einfach bei uns, wenn sie geflüchtete Menschen unterstützen möchten.“

Hintergrundinformationen

Russland ist in die Ukraine einmarschiert. Tausende Menschen sind auf der Flucht. Viele sind bereits in Nachbarstaaten wie Polen angelangt. Deutschland rechnet mit etwa 400.000 Geflüchteten insgesamt, Brandenburg würde davon rund 11.000 Menschen aufnehmen. Schon jetzt sei das Land direkt bereit für die Aufnahme von 2.000 Geflüchteten. [1]

Nach dem Königsteiner Schlüssel, der die Verteilung von Geflüchteten in Deutschland regelt, sind auch Geflüchtete in NRW und Hamm innerhalb der nächsten Tage und Wochen zu erwarten.

[1]
https://www.rbb24.de/politik/thema/Ukraine/beitraege/krieg-russland-ukraine-berlin-brandenburg-vorbereitungen-aufnahme-fluechtlinge.html

Die Flüchtlingshilfe Hamm ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, den wir 2015 gegründet haben, um Flüchtlinge, die dauerhaft oder kurzzeitig in Hamm leben, umfassend zu unterstützen. Wir wollen vor allem praktische Hilfe in allen Belangen des täglichen Lebens leisten. Die Bereiche, in denen wir tätig werden können, sind vielfältig: Die Hilfe bei der Erkundung der Umgebung, beim Kennenlernen der zuständigen Anlaufstellen und Behörden, bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, bei Arzt- und Behördengängen, bei der Überwindung von Sprachbarrieren und gegebenenfalls bei der Arbeits- und Wohnungssuche sind nur einige Beispiele. Denkbar sind auch gemeinsame Veranstaltungen mit Flüchtlingen und Anwohnern, Informationsveranstaltungen zu den
Herkunftsländern, Angebote wie Hausaufgabenbetreuung und Spielenachmittage, oder das Sammeln von Sachspenden wie Spielzeug oder Kleidung. Dieser Vielfalt können wir dadurch gerecht werden, dass wir Mitglieder aus allen Bereichen der Gesellschaft haben und die Kooperation mit allen in Hamm im Bereich der Integration von Flüchtlingen tätigen Personen und Institutionen anstreben. Wenn wir alle Kräfte bündeln, können wir viel erreichen. Wir bieten eine regelmäßige Beratungssprechstunde für Flüchtlinge und Asylbewerber an. Diese findet jeden Mittwoch ab 17 Uhr in der Hohe Str. 33
statt. Bitte beachten Sie auch unsere Spendenaufrufe!

Bald ist Weihnachten

Die Zustände in den Camps in Griechenland waren immer schon
katastrophal und werden, obwohl das kaum möglich erscheint, obendrein
auch noch immer schlimmer, das ist leider nichts Neues. Neu ist aber,
dass nun selbst der Papst sich geäußert und die unhaltbaren Zustände
zutiefst verurteilt hat.

Kirsten Markwart, zweite Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Hamm e. V.: „Genug ist genug! Wie kann es sein, dass wir hier fröhlich in den Weihnachtsvorbereitungen stecken und uns auf die Festtage freuen, während wir noch so viel humanitäre Hilfe dringend leisten müssten. Wir sprechen hier von Gefängnis ähnlichen Zuständen und Berichten von Überwachung bis hin zu Folter in den Lagern in Griechenland und dieser Zustand ist nun schon so lange unverändert, dass eigentlich niemand mehr sagen kann man habe es nicht gewusst. Anstatt uns unseren Luxusproblemen hinzugeben und das nächste überflüssige Geschenk für jemanden zu kaufen, der eigentlich alles hat, sollten wir lieber spenden, und zwar an Organisationen, die sich dafür einsetzen diese Zustände langfristig abzuschaffen und Geflüchteten eine menschenwürdige und tragbare Lösung zu bieten. Selbstverständlich werden auch wir, die Flüchtlingshilfe Hamm e. V., weiterhin alles geben an Zeit, Geld und Engagement, um uns für Geflüchtete einzusetzen und letztlich hoffentlich eben solche Lager letztmalig in die Geschichte zu verbannen und danken an dieser Stelle all‘ unseren Unterstützer:innen, die das überhaupt erst möglich machen und uns hoffentlich auch im neuen Jahr dahingehend zu Seite stehen werden, sei es monetär oder ehrenamtlich – jedes Engagement ist wertvoll und, leider, auch bitter nötig.“

Brief der Flüchtlingshilfe an den Botschafter Polens

Nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Borrell ist der Zustrom von
Migranten nach Belarus fast unter Kontrolle. Um zu verhindern, dass
Migranten zur Weiterschleusung in die EU nach Belarus gebracht werden,
hatte Brüssel zuletzt ausländischen Fluggesellschaften mit harten
Sanktionen gedroht.
An Polens Grenze zu Belarus ist die Lage nach wie vor angespannt. Auf
der belarussischen Seite harren weiter tausende Migranten aus. Die
EU-Außenminister wollen heute über Sanktionen gegen Belarus beraten.
Aktuell hat das irakische Außenministerium erklärt, es wolle nun
eigenständig Landsleute heimholen.

Die Flüchtlingshilfe in Hamm kritisiert, dass Hilfsorganisationen und
Journalisten die Sperrzone nicht betreten dürfen. Es drohe dort eine
humanitäre Katastrophe, heißt es in einem Schreiben, dass die Hammer an
den Botschafter Polens in Berlin geschickt haben – mit der Bitte seinen
Einfluss geltend zu machen. Polen hat in der Grenzregion den
Ausnahmezustand verhängt.

Kalt, kälter, Horst

Seehofer untersagt Ländern zusätzliche Flüchtlinge
aufzunehmen – Flüchtlingshilfe schockiert

Wie bereits in einer früheren Pressemitteilung der Flüchtlingshilfe Hamm e.V. beschrieben, ist die aktuelle Situation für schutzsuchende Flüchtlinge durch die Corona Krise schwieriger geworden als sie es ohnehin schon war. Die Camps in Griechenland, in denen Geflüchtete hoffend und bangend ausharren müssen, während die Politiker, die diesbezüglich über die Entscheidungsgewalt verfügen, sich medienwirksam streiten, waren auch vor der Corona Krise schon menschenunwürdig – jetzt sind sie Dank mangelnder Schutzmaßnahmen und entsprechend hohem Infektionsrisiko auch noch potenziell tödlich, eine tickende Zeitbombe.

Da die Lage sich mit jedem verstreichenden Tag weiter zuspitzt und sich dies immer schlechter ignorieren lässt, gibt es endlich ein europäisches Programm zur Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland. Insbesondere unbegleitete und beziehungsweise oder erkrankte Kinder sollen nun von anderen EU-Ländern aufgenommen werden, um Griechenland zu entlasten und die Situation zu entschärfen.

CC BY-SA 4.0
Georgios Giannopoulos (Ggia)

Schaut man sich jedoch an, wie viele Personen letztendlich überhauptaufgenommen wurden, ist die Enttäuschung groß: 928 Flüchtlinge sind aktuell in Summe in Deutschland angekommen und werden nach festen Vorgaben auf die Bundesländer verteilt. Dass dies nur ein Tropfen auf heissem Stein sein kann ist klar, was nun zumindest Berlin und Thüringen dazu veranlasst hat ein eigenes Programm in Betracht zu ziehen, um deutlich mehr Geflüchtete aufzunehmen. Doch ausgerechnet das Innenministerium stellt sich hier aus schwer nachvollziehbaren Gründen quer – Bundesinnenminister Horst Seehofer lehnte die Hilfsbereitschaft der beiden Länder kategorisch ab, da er fürchte, dass solche individuellen Programme seine Position in Brüssel schwächen könnten, wenn es um das Dublin-System und eine Reform des EU-Asylsystems gehe.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Calais2015k.jpg

Martin Kesztyüs, Vorsitzender der Flüchtlingshilfe: „Es ist unglaublich, was hier gerade für eine Linie gefahren wird – die Begründung dazu setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Immer wieder mahnen unterschiedlichste Stellen und Personen(gruppen) dazu endlich(mehr) Schutzsuchende aufzunehmen und die Bereitschaft dazu ist in den Ländern und Städten überraschend groß. Dies zu verweigern und damit billigend in Kauf zu nehmen, dass nur sehr wenigen Geflüchteten letztendlich geholfen wird, weil es nicht zur politischen Taktikpasse ist abartig. Wie kann man denn trotz umfassender Kenntnis der Zustände in den Camps und der Gesamtsituation im allgemeinen sodermaßen kalt und kalkulierend entscheiden? Wir verurteilen ein derartig unmenschliches Handeln aufs Schärfste und stehen voll und ganzhinter Berlin und Thüringen, in der Hoffnung, dass zum einen diese beiden Länder sich doch noch durchsetzen können und zum anderen möglichst viele weitere Bundesländer es ihnen gleichtun und damit zeigen, dass die Menschlichkeit, die Herrn Seehofer offensichtlich fehlt, in Deutschland trotz allem in großer Mehrheit vorhanden ist.“

Corona ist überall – Flüchtlingshilfe solidarisch mit Aktivist*innen im Hungerstreik

Flüchtlingslager müssen dringend aufgelöst und Geflüchtete versorgt werden

Katastrophal ist die Lage in den Flüchtlingslagern an den griechischen Außengrenzen. Während es uns in Deutschland gemessen an den Ausmaßen der Corona Pandemie im internationalen Vergleich wirklich gut geht und wir anscheinend die erste Welle relativ glimpflich überstanden haben, ist die Situation für die schutzsuchenden Geflüchteten mehr als brisant. Während wir hier in der Lage sind die sogenannten Risikogruppen – unsere Eltern und Großeltern – durch Abstand, eingeschränkten Kontakt und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zu schützen, begegnen die Menschen in diesen Camps dem potentiell tödlichen Virus schonungs- und chancenlos, da diese Maßnahmen dort nicht umsetzbar sind. Während wir hier eine erstklassige medizinische Versorgung haben, sind die Menschen dort sich mehr oder weniger selbst überlassen.

Doch das sieht kaum jemand. Warum? Auf Grund der Pandemie ist es nicht möglich, dass Fotografen und Kamerateams die Situation vor Ort dokumentieren und die restliche Welt darüber informieren. So geraten die Geflüchteten, Schutzsuchenden und Schutzlosen in Vergessenheit – in einer Zeit und Situation, in der sie uns mehr denn je brauchen.

Dabei gibt es längst feste Zusagen, um diesen unseren Mitmenschen zu helfen. Die Organisation Seebrücke zum Beispiel gründete bereits im Sommer 2019 das Städtebündnis sicherer Häfen, dem zwölf deutsche Städte angehören und damit ihre Bereitschaft erklären, aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich zu den nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel verteilten Geflüchteten aufzunehmen. Die dringend notwendige Evakuierung der Lager und medizinische Versorgung der dort lebenden Menschen wäre somit jederzeit realisierbar – doch es tut sich nichts.

Dieses Nichtstun führte nun sogar dazu, dass Aktivist*innen, ähnlich wie 1933 Mahatma Gandhi, in den Hungerstreik traten, um auf die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs aufmerksam zu machen.

„Im Internet gibt es eine Plattform deutscher Aktivistinnen, www.filesfrommoria.de , wo als quasi letzter Versuch eines Hilferufs Videos und Bilder aus dem entsprechenden Camp auf Lesbos, aufgenommen von realen Personen, die dort leben, geteilt werden. Es ist erschütternd und herzzerreißend zu sehen und zu hören, was sich dort abspielt und wie die Menschen dort um ihre Angehörigen und nicht zuletzt auch um sich selbst bangen und bangen müssen. Wir sprechen hier von einer humanitären Katastrophe, die sich nebenbei und im Hintergrund abspielt, während alle nur auf sich selbst und ihr näheres Umfeld schauen. Wir als Flüchtlingshilfe solidarisieren uns mit den Aktivistinnen und fordern ebenfalls aufs Eindringlichste die sofortige Aufnahme und Versorgung der dort und anderswo festsitzenden Mitmenschen. Wir haben hier, daheim und vor Ort, so viel Solidarität und Nächstenliebe bewiesen in Zeiten von Corona. Wir schützen unsere Liebsten und wir helfen zum Beispiel den älteren Nachbarn, indem wir für sie einkaufen und vieles mehr. Diese Menschlichkeit darf nicht an der Landesgrenze enden, sondern muss jetzt erst recht auch für diejenigen gelten, die sich selbst nicht helfen können.“

Kirsten Markwart, 2. Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Hamm e. V.

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