Die Flüchtlingshilfe auf der Lippewelle – Laptops für Flüchtlingskinder

Die Flüchtlingshilfe sammelt ausgediente aber noch voll funktionstüchtige Laptops, um Flüchtlingskindern die technischen Möglichkeiten zur Teilhabe zu bieten. Wenn Sie noch alte Laptops oder Rechner mit Internetmöglichkeit und Officeprogrammen wie Word, Excel etc. bei sich stehen haben, dann kommen Sie bitte auf uns zu:

Flüchtlingshilfe Hamm e.V.
Kirsten Markwart
kirsten.markwart[at]fluechtlingshilfe-hamm.de

Eröffnung der Fotoausstellung zu Fluchtwegen von Selahattin Sevi

Am letzten Freitag eröffnete die Fotoausstellung von Selahattin Sevi in der Stadthausgalerie. „Fluchtwege – Aufbruch in eine neue Welt“. Muhammet Mertek, Lehrer an der Sophie-Scholl-Gesamtschule und Ehrenvorsitzender des Instituts für Islam und politische Bildung (IDEBI) organisierte und lud zu der Ausstellungseröffnung ein.

Traumasensibler Umgang mit Geflüchteten

Liebe Engagierte in der Flüchtlingsarbeit,

Sie haben Kontakt zu Geflüchteten und Ihnen ist aufgefallen, dass Ihre Bekannten Traumata erlebt haben könnten?

Endlich ist es so weit! Die Flüchtlingshilfe hat in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum eine Fortbildung ins Leben gerufen:

„Traumasensibler Umgang mit Geflüchteten“

Adressaten

Ehrenamtlich Engagierte und weitere Interessierte

Referentin

Frau Gehrcke, Psychosoziales Traumazentrum für Flüchtlinge Ahlen

Termin

6.Juli 2019, 11- 17 Uhr

Ort

Flüchtlingshilfe Hamm e.V.

Hohe Straße 33, 59065 Hamm

Ansprechpartnerin

Melissa Bauer

Tel.: 02381 175047

melissa.bauer@stadt.hamm.de

Bitte melden Sie sich bei Frau Bauer an!

Inhalt

Bei vielen Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten bestehen Fragen und
Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit traumatisierten Geflüchteten.

Wie erkenne ich Traumasymptome?

Gehört das überhaupt in meinen Aufgabenbereich und entspricht meiner Kompetenz?

Darf über das Trauma gesprochen werden?

Besteht die Gefahr einer Retraumatisierung?

Welche äußeren Bedingungen brauchen traumatisierte und psychisch schwer belastete Geflüchtete?

Welche Möglichkeiten der Traumatherapie gibt es für Geflüchtete?

Wie kann ich selbst stabilisierend agieren?

Wie kann ich eigene Grenzen erkennen und mich auch um mich selbst kümmern?

Auf diese Fragen und mehr wird im Seminar eingegangen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Auch die Verpflegung ist kostenlos.

Fake News! Oder: Wie der Broccoli ins Gefängnis kam

Am gestrigen Donnerstag führte das theaterpädagogische Projekt „Vorhang auf!“ der Flüchtlingshilfe Hamm ihr neuestes Stück „Fake News! Oder: Wie der Broccoli ins Gefängnis kam“ im Helios Theater auf. Nach ihrem großen Erfolg mit „Boarding completed“ im Jahr 2017 und zwei kleineren Produktionen 2018 führte das Projekt unter dem Ehepaar Jennifer und Adrian Ruda nun ihr viertes Theaterstück auf.


Adrian Ruda: „Es ist eine Freude mit den jungen Menschen zusammen zu arbeiten und solch ein Theaterstück aus ihnen heraus zu kitzeln. Die Aufführung war nicht das Ziel, sondern das Resultat unserer Proben. Irgendwann stellte sich heraus, dass wir eine Stück wagen wollen, und gestern Abend war es dann so weit.“


Martin Kesztyüs, Vorsitzender der Flüchtlingshilfe: „Es ist jedes Mal
wieder ein Erlebnis mit „Vorhang auf!“ Ich habe mich richtig auf den
Abend gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die theaterpädagogische Arbeit des Ehepaars Ruda ist eine wichtige für die Teilhabe an der Gesellschaft und wird dankenswerter Weise ermöglicht durch Mittel der Werkstadt für Demokratie und Toleranz, der unser besonderer Dank gilt!“

Theaterprojekt „Vorhang auf!“ mit neuem Stück

„Fake-News! Oder: Wie der Brokkoli ins Gefängnis kam“

 

 

 

Für das Theaterstück „Fake-News! Oder: Wie der Brokkoli ins Gefängnis kam“ suchen wir Mitspieler*innen ab 13 Jahre!

Am Montag, 11.02.19, um 16 Uhr startet das Theaterprojekt  „Vorhang auf!“ der Flüchtlingshilfe Hamm e.V. in die vierte Runde!

Darum geht es in dem Stück:

Eine Zeitung ist voller Nachrichten, Berichte, Fotos und Werbung. Alles hat seinen Platz und seine Ordnung. Was passiert aber, wenn diese Ordnung durcheinander gerät und nichts mehr da ist, wo es hingehört? Die Figuren aus der Zeitung erwachen zum Leben und sorgen für allerlei Unruhe, Witz und Drama. In diesem humorvollen Stück verwischen Fantasie und Wirklichkeit.

Alle sind willkommen, Anmeldungen und Informationen unter: vorhang.auf[at]fluechtlingshilfe-hamm.de

„Unser Weg nach Deutschland“

Am letzten Donnerstag fand ein Interviewabend mit dem Titel „Unser Weg nach Deutschland“ statt, eine  gemeinsame Veranstaltung der Flüchtlingshilfe Hamm e.V.  mit der ai-Gruppe Hamm und der FUgE in der VHS . Der Leiter der Volkshochschule, Herr Lammers, übernahm die Einführung in das Themenfeld und ging dabei auch auf die aktuellen Ereignisse in Chemnitz und Köthen ein. Er betonte, dass die VHS für Toleranz und Vielfalt stehe und daher froh sei, Gastgeber eines solchen Interviewabends zu sein.

Frau Monika Siegert von der Amnesty-Gruppe in Hamm moderierte die unterhaltsame Interviewrunde. Sie stellte die Teilnehmerinnen Frau Dorsa Moinipour, Frau Selda Izci und Frau Zara Behzadpour vor und läutete sogleich die erste Runde ein, indem sie fragte, welche Erfahrungen die Damen in ihrem bisherigen Leben mit Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit gemacht hätten. Die Perspektiven unterschieden sich voneinander in auffälliger Weise. Je weniger deutsch jemand aussah, desto stärker waren die auf Diskriminierung basierenden Erfahrungen. Frau Izci berichtete davon, dass es einen erheblichen Unterschied mache, ob man als sogenannter „Biodeutscher“ eine Wohnung suche oder als Mensch mit Migrationshintergrund.

Die Diskussion verfestigte sich beim Begriff der „Integration“ und wieviel von den verschiedenen Akteuren dabei erwartet werden könne. Die Bandbreite ging von einer fordernden bis zu einer gebenden Haltung in dem Sinne, dass angemerkt wurde, dass nicht jede Frage nach der Herkunft unbedingt mit negativen Intentionen einhergehe. Auf der anderen Seite wurde die teils verletzende Wirkung solch einer Frage dargelegt. Frau Izci ließ die Zuschauer an den Emotionen teilhaben, die sie selbst häufig gefühlt hatte: „Deutschland ist eigentlich meine Heimat. Aber mir wird immer wieder das Gefühl gegeben, nicht deutsch zu sein.“ Frau Dorsa Moinipour erwiderte: „Ich empfinde es als diskriminierend, wenn es die erste Frage ist, die mir gestellt wird. Es vermittelt: Du gehörst nicht zu uns. Es verletzt mich, wenn gedacht wird, dass ich nicht dazu gehöre.“ Frau Behzahdpour entgegnete, dass solch eine Frage auch einfach ein erster Schritt der Annäherung sein könne. Und aus dem Publikum kam der Einwand, dass es auch einfach Interesse zeigen könne. Man einigte sich darauf, dass es ganz stark von der empfundenen Intention der Frage abhänge, ob sie verletzend wirke oder nicht.

Als Lösungsansatz brachte die Moderatorin, Frau Monika Siegert, ein Zitat von Herrn Aladin El-Mafaalani:

Die lebensweltliche Integration von Migranten benötigt Zeit und verläuft unspektakulär wie von selbst, wenn sich Menschen in Freiheit und Nachbarschaft begegnen, in Vereinen gemeinsame Ziele verfolgen und sich über die Unterschiedlichkeiten austauschen. Ohne Begegnungen und Austausch laufen auch die hartnäckigsten moralischen Appelle zur Integration notgedrungen ins Leere.

Wir von der Flüchtlingshilfe setzen genau dort mit unseren Angeboten an. Wenn Sie gerne neue Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund kennen lernen möchten, so laden wir Sie herzlich zu unserem Meet & Talk dienstags nachmittags in die Zentralbibliothek zwischen 16-18 Uhr ein.

Frau Monika Siegert schloss den Abend mit einem weiteren Zitat von Herrn El-Mafaalani:

Umfassende Integration, also ein freies Land für alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Sexualität, Behinderung zu sein, ist in allen Einwanderungsländern relativ neu… Zusammenwachsen dauert und tut weh.