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Der Tag der deutschen Einheit mit der Flüchtlingshilfe

Die Flüchtlingshilfe war gestern fleißig. Gleich auf zwei Veranstaltungen war sie vertreten. Einerseits fand gestern  die Demonstration gegen rechtes Gedankengut statt:

Die Flüchtlingshilfe war von den Veranstaltern eingeladen worden, eine Rede zu halten, und Martin Kesztyüs, ehemals Vorsitzender, nahm diese Aufgabe wahr. Der Demonstrationszug verlief bei sonnigem Wetter guter Dinge vom Bahnhof zum Rathaus, dann zum Kentroper Weg, wo das sogenannte „Nationale Zentrum“ der Hammer Neonazis gelegen ist. Dort wurde lautstark geäußert, was die rund 300 Teilnehmer von rechtem Gedankengut und NS-Verherrlichung halten. Danach ging es zurück zum Bahnhof, wo die Versammlung endete.

Fast gleichzeitig fand in Herringen der Kunst- und Kreativmarkt im „Alten Bauhof“ statt. Die Flüchtlingshilfe war mit einem Stand vertreten und gab gegen eine Spende leckere afghanische Spezialitäten ab. Bei strahlendem Sonnenschein war auch das eine angenehme und erfolgreiche Angelegenheit. Die zweite Vorsitzende Frau Hokamp-Krumme äußerte sich überaus erfreut: “Bei dem herrlichen Wetter hat es richtig Spaß gemacht, den Gästen des Kreativmarktes die afghanischen Spezialitäten ans Herz zu legen. Die Resonanz war großartig.”

 

Kunstprojekt mit geflüchteten Mädchen

Die Flüchtlingshilfe Hamm e. V. bot in ihrem Repertoire einige Zeit regelmäßig montags einen Kunstkurs für Geflüchtete an. Der Kurs fand statt im Atelier der renommierten Künstlerin Tanja Prill, die neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit auch eine kleine, private Malschule für alle Altersklassen in Hamm führt. Gemeinsam mit den Geflüchteten wurden unterschiedliche Themen und Techniken angegangen, wie zum Beispiel Acrylmalerei, Zeichnen oder Skulpturieren. Hauptsächlich junge Frauen nahmen dieses Angebot wahr. Neben dem künstlerischen Aspekt, bot sich hier auch Raum um die neu erworbenen Deutschkenntnisse zu erproben. Das Projekt ist zunächst einmal ausgelaufen, kann aber bei Bedarf und Finanzierung jederzeit wieder aufgenommen werden.

Tanja Prill: „Ich male immer schon um der Melancholie des Lebens und der Tragik des Seins
wegen. Kunst eröffnet uns die Möglichkeit Dinge zum Ausdruck zu bringen, die sich nicht in
Worte fassen lassen und sie spricht dabei eine universelle Sprache. Für mich war es eine
logische Konsequenz Flüchtlingen zu ermöglichen sich zu entfalten und dabei auch Erlebtes
aufzuarbeiten.“
„Wir sind dankbar, dass wir Tanja Prill für dieses
Projekt gewinnen konnten. Die Möglichkeit sich künstlerisch zu entfalten ist eine wertvolle
Bereicherung für den leider oft grauen Alltag der Geflüchteten.“

Fotos von Daniel Fischer: