Flüchtlingshilfe fordert Deutschlands Mithilfe zur Entlastung Griechenlands

In einem aktuellen Zeitungsinterview hat Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis Deutschland dringend gebeten weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Der ausschlaggebende Punkt ist die dramatische Lage auf den Ägäischen Inseln, insbesondere der Insel Lesbos, die sich immer weiter zuspitzt. Demnach soll das Dublin Verfahren zum Umgang mit Flüchtlingen geändert werden, so dass die „Last“ in Europa besser geteilt und gemeinsam getragen wird. Während täglich rund 400 bis 500 neue Flüchtlinge dort ankommen, leben in und um die Camps gut 39.000 Menschen – ausgelegt sind diese für 7.500 Menschen. Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, hatte kürzlich nach einer Inspektion des Lagers auf Lesbos die Lage dort als katastrophal bezeichnet. Die neue EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte eine Reform der EU-Asylpolitik als dringend notwendig bezeichnet.

In einem aktuellen Zeitungsinterview hat Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis Deutschland dringend gebeten weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Der ausschlaggebende Punkt ist die dramatische Lage auf den Ägäischen Inseln, insbesondere der Insel Lesbos, die sich immer weiter zuspitzt. Demnach soll das Dublin Verfahren zum Umgang mit Flüchtlingen geändert werden, so dass die „Last“ in Europa besser geteilt und gemeinsam getragen wird. Während täglich rund 400 bis 500 neue Flüchtlinge dort ankommen, leben in und um die Camps gut 39.000 Menschen – ausgelegt sind diese für 7.500 Menschen. Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, hatte kürzlich nach einer Inspektion des Lagers auf Lesbos die Lage dort als katastrophal bezeichnet. Die neue EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte eine Reform der EU-Asylpolitik als dringend notwendig bezeichnet.

Athanassios Spyrou, Vorstandsmitglied der Flüchtlinghilfe Hamm e. V.: „Die Zustände vor Ort in Griechenland sind unbeschreiblich erschreckend und dabei absolut menschenunwürdig – das kann ich nach Gesprächen mit Einheimischen nur zusätzlich unterstreichen. Aber wen wundert das? Wem will man das verübeln? Es sollte lange klar gewesen sein, dass ein derartiger Andrang an Hilfesuchenden von einem Land allein nicht bewältigt werden kann. Und Griechenland durchlebt schon seit über 10 Jahren eine extreme Wirtschaftskrise, die Einheimischen haben so schon schwer zu kämpfen haben. Das ist an erster Stelle finanziell eine zu große Belastung, darüber hinaus aber auch eine große Herausforderung an Organisation, Infrastruktur und Sozialgefüge. Flucht ist ein globales Thema, das alle angeht – nicht nur die Länder, an deren Grenzen Geflüchtete landen. Deshalb fordern wir, nach wie vor, dass Deutschland, dass Europa als Ganzes, sofort mit der Unterstützung Griechenlands beginnt und endlich beginnt die gemeinsame Verantwortung angemessen mitzutragen.“