Aktionstag für Seenotrettung im Mittelmeer – Flüchtlingshilfe im Luther-Viertel aktiv

Dem europaweiten Aufruf diverser Menschenrechtsgruppierungen folgend finden am Samstag, 7. August 2021 vielerorts Aktionen statt, die auf das Sterben im Mittelmeer hinweisen.


Auch die Flüchtlingshilfe Hamm folgt diesem Aufruf und ist von 11 bis 13 Uhr im Luther-Viertel mit einem Infostand vertreten. Um 12 Uhr wird zudem ein Transparent mit einem eigens entworfenen und angefertigten Kunstwerk dargeboten, das im Anschluss für den guten Zweck versteigert werden soll.

Kirsten Markwart, zweite Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Hamm e. V.: „Das Sterben im Mittelmeer ist real und akut. Es verschwindet nicht, nur weil es immer wieder von Corona und Co aus dem Gedächtnis des Kollektivs verdrängt wird. Wir haben eben nicht immer
nur ein einziges Problem, solange wir nicht handeln, oder schlimmer noch entgegen gesetzt handeln, wird der bittere Tod durch Ertrinken weiterhin zur Tagesordnung gehören. Um darauf erneut und ein für alle mal aufmerksam zu machen, hat ein Zusammenschluss etlicher namhafter Hilfsorganisationen zu den anstehenden Aktionen aufgerufen, darunter united4rescue, die auch zur Gestaltung „unseres“ Kunstwerks, das ein geflüchteter Künstler eigens für diesen Tag angefertigt hat, beigetragen haben. Seenotrettung ist unverhandelbar und diejenigen, die Rettungsschiffe festsetzen, Häfen, die sich weigern diese Schiffe anlegen zu lassen und all‘ diejenigen, die einfach schulterzuckend nichts tun, treten Menschenrechte mit Füßen und vermissen scheinbar jegliche noch so grundlegende Empathie. Auf diese erschütternden Zustände und den dringenden Handlungsbedarf möchte auch die Flüchtlingshilfe Hamm mit ihrem Beitrag dringend aufmerksam machen, in der Hoffnung, doch noch mehr Menschen zu erreichen, die bereit sind einen besseren Weg einzuschlagen.“